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Donnerstag, 10. Oktober 2002

Spitzenstadt sorgt für Apothekernachwuchs

220 Auszubildende und 50 Umschüler lernen an der Berufsfachschule im Institut für Wissen und Bildung. Die Plauener Apotheken haben keinen Personalmangel. Das verdanken sie auch einer Bildungseinrichtung der Spitzenstadt. In fast jeder Apotheke ist ein Pharmazeutisch-technischer Assistent tätig, der aus dem Institut für Wissen und Bildung (IWB) aus der Dobenaustraße kommt.

Dort, wo die Patienten einst in der Poliklinik ärztliche Hilfe erhielten, befindet sich seit 1991 diese private Bildungseinrichtung, die den Status einer "Staatlich anerkannten Medizinischen Berufsfachschule" hat. Derzeit befinden sich 220 Jugendliche in der Ausbildung. Dazu kommen 50 Umschüler. Sie werden von 17 Lehrkräften unterrichtet. Wer Abitur oder einen Realschulabschluss hat, kann sich für eine von vier Ausbildungsmöglichkeiten bewerben: Medizinisch-technischer Assistent (MTA), Pharmazeutisch-technischer Assistent (PTA), Diätassistent beziehungsweise staatlich geprüfte Kosmetikerin. Es handelt sich nicht um die klassische duale Ausbildung, bei der sich Schule und Betrieb gleichermaßen einbringen. Die Pharmazeutisch-technischen Assistenten gehen am Ende ihrer theoretischen Ausbildung noch ein halbes Jahr in eine Apotheke ihrer Wahl. Für die übrigen Ausbildungsberufe stehen in den laufenden Schuljahren in gewissen Abständen vierwöchige Praktika auf dem Programm.

Kürzlich nahm die Schule ein neues Labor für 50.000 Euro in Betrieb. Die Investition war notwendig geworden, da die bereits vorhandenen sechs Labore (vier für die MTA-, zwei für die PTA-Ausbildung) mit insgesamt 72 Arbeitsplätzen nicht mehr ausreichten. Nun ist Platz für weitere 24 Auszubildende geschaffen worden. In diesem Schuljahr konnten erstmals je zwei Klassen für zukünftige MTA und PTA eröffnet werden. Bisher gab es jeweils nur eine Klasse. "Wir haben keine Probleme, junge Leute zu finden, die bei uns einen Beruf erlernen wollen", so die stellvertretende Schulleiterin Simone Uebel. "Unsere Schüler kommen aus allen Himmelsrichtungen zu uns, aus Plauen und Umgebung, aber auch aus Görlitz, Guben, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bayern." Nicht zufrieden sind die Lehrer mit dem unterschiedlichen Ausgangsniveau der Realschüler. "Das ist in Chemie schlimm. Es kommt vor, dass Zehntklässler nicht wissen, was Schwefelsäure ist", klagt Ramona Schmidt, Leiterin der Pharmazeutisch-technischen Abteilung. Im Durchschnitt wiederholen von 20 Schülern vier bis fünf die Prüfung. Ob die Facharbeiter nach der Lehre Arbeit bekommen, dazu fehlt der Rücklauf. Man mache jedoch die Erfahrung, dass die Leute der medizinischen Richtungen meist Arbeit in der Region finden, während sich die Diätassistenten und Kosmetikerinnen auswärts umsehen. - Renate Günther

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