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Sonntag, 6. Februar 2005


Ehrgeizige Projekte am IWB

PLAUEN - Das erste private Gymnasium in Plauen wird ab Schuljahr 2005/2006 seine Pforten für Schüler öffnen.

Mit dem Beruflichen Gymnasium der agrarwissenschaftlichen Richtung sowie der Spezialisierung im Wahlfach Biotechnologie fördert das IWB in allgemeinen und profiltypischen Fächern die generelle Studierfähigkeit und führt zur Allgemeinen Hochschulreife. Zwischen den Abschlüssen an privaten und staatlichen Gymnasien gibt es keine Unterschiede. Es werden Voraussetzungen für die Ausbildung in qualifizierten Berufen mit erhöhten Anforderungen und für die Ausübung von Führungspositionen in allen Bereichen geschaffen.

Der spezifische Auftrag für die Schulleitung und Lehrkräfte besteht darin, jungen Menschen mit ausgeprägter Neigung und Aufgeschlossenheit gegenüber naturwissenschaftlichen und biotechnologischen Themen die moderne Hochtechnologie, die in ganz Deutschland und natürlich auch in Sachsen von enormer wirtschaftlicher Bedeutung ist, begreifbar zu machen. Diese Aufgabe wird das IWB mit innovativen pädagogischen Konzepten und im Zusammenwirken mit Kooperationspartnern aus Forschung und Praxis umsetzen.

Die vorhandenen materiellen Bedingungen, u. a. sechs Labore mit unterschiedlicher Ausstattung, sind für das Berufliche Gymnasium eine wesentliche Grundlage praxisnahes Wissen zu vermitteln. In den profilbestimmten Fächern kann das IWB auf motivierte, an den eigenen Berufsfachschulen erprobte, Lehrkräfte zurückgreifen. Das IWB ist sich der Problematik seiner Ausbildungsbereiche vollends bewusst, welche in der enormen Wissensentwicklung der letzen Jahre und der damit verbundenen hohen Anforderungen an die theoretische und praktische Ausbildung deutlich wird. Nur in Kooperation mit den in Wirtschaft und Medizin tätigen Unternehmen kann diese Problematik einer Lösung zugeführt werden.

Die Aufgaben in den Berufen Medizinisch-, Veterinärmedizinisch- und Pharmazeutisch-technische/r Assistent/-in, welche u. a. an den Berufsfachschulen des IWB ausgebildet werden, haben sich in den letzten Jahren enorm gewandelt. Die Assistenten sind verantwortlich für die Planung, Durchführung, Auswertung und Dokumentation wissenschaftlicher Untersuchungen oder Routineuntersuchungen mit hohem Selbstständigkeitsgrad. Sie werden dabei von Naturwissenschaftlern und Medizinern angeleitet. Die Arzneimittelherstellung und -prüfung, wie auch die Abgabe von Arzneimitteln sowie die Beratung über deren Anwendung und Wirkung stehen im Vordergrund der pharmazeutischen Ausbildung. Nähere Infos unter Tel.: 03741 280280 bzw. www.iwb-plauen-gera.de - gla


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Donnerstag, 17. März 2005


Institut verabschiedet 40 erfolgreiche Schüler ins Arbeitsleben

PLAUEN - 40 Schüler des Institutes für Wissen und Bildung (IWB) an der Dobenaustraße haben ihre Ausbildung zu Pharmazeutisch-technischen Assistenten erfolgreich absolviert. Gestern erhielten sie von Institutsleiter Rainer Hofmann im großen Saal des Rathauses ihre Abschlusszeugnisse. Über die Hälfte der Abolventen konnte bereits einen Arbeitsplatz finden, informierte Schulleiterin Ramona Schmidt am Rande. Für die anderen Schüler bestünden gute Aussichten.

Zum ersten Mal wurden zwei Klassen mit je 20 Absolventen verabschiedet, sagte Schmidt weiter. Die Zahl der Interessenten an dieser Ausbildung nehme nach wie vor zu. Denn die Chancen auf einen Arbeitsplatz seien günstig. "Nicht nur in Apotheke, auch in der Pharmazeutischen Industrie und als technischer Assistent in Laboreinrichtungen oder auch in der Bundeswehrapotheke können die Absolventen arbeiten", erklärte die Schulleiterin.

Pharmazeutisch-technische Assistenten entwickeln und stellen Arzneimittel her. Die Ausbildungszeit beträgt zwei Jahre. Dazu kommt ein halbes Jahr Praktikum. Gestern verabschiedete das Institut zum sechsten Mal seine Azubis in diesem Beruf.

Ein Großteil der Mädchen und Jungen am IWB kommt aus Plauen und dem Vogtlandkreis. "Aber auch Leipziger sind dabei", berichtete der Instituts-Chef. Der größte Teil der Schüler macht die Erstausbildung nach der Schule. Aber auch Umschüler im Alter bis zu 50 Jahren sind dabei. pa


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Mittwoch, 23. März 2005

Zeugnisse an IWB-Absolventen

PLAUEN - Der große Ratssaal in Plauen bot vergangene Woche den würdigen Rahmen für die Übergabe der Abschlusszeugnisse an die Absolventen der PTA-Ausbildung beziehungsweise PTA-Umschulung am Institut für Wissen und Bildung Plauen. Die jungen Pharmazeuten hatten vor der Zeugnisübergabe zwei Jahre studiert und ein halbjähriges Praktikum in einer Apotheke absolviert. Wie Institutschef Rainer Hofmann sagte, seien trotz angespannter Arbeitsmarktlage die Chancen für den Berufseinstieg nicht schlecht. Schon mehr als fünfzig Prozent der vierzig Absolventen haben bereits einen festen Arbeitsvertrag in einer Klinik, einer Apotheke oder in einem Krankenhaus in der Tasche. Hofmann warnte jedoch davor, sich jetzt zurück zu lehnen: "Das Lernen geht lebenslang weiter - gerade auch in diesen Ausbildungsberufen." Ingo Eckardt

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Montag, 30. Mai 2005

Kultusministerium will Kosmetikausbildung auslaufen lassen - Dem Land sind die Kosten zu hoch

PLAUEN/DRESDEN - Geht es nach dem Willen des Sächsischen Kultusministeriums, so werden ab dem Herbst dieses Jahres wohl 90 Prozent aller Jugendlichen, die eine Ausbildung zum Kosmetiker absolvieren wollen, dies nicht mehr im Freistaat Sachsen können, sondern sich in Richtung Bayern und Thüringen orientieren. In diesem Jahr läuft eine Übergangsregelung aus, die es seit 2003 erlaubte, neben einer dualen Ausbildung (Lehrstelle und Berufsschule) auch eine private oder staatliche Berufsfachschule als Ersatzschule zu besuchen. Da es im Freistaat auf Grund des sehr kleinteiligen Gewerbes im Kosmetikbereich kaum Ausbildungsplätze gibt, waren die elf privaten sowie die drei staatlichen Ersatzschulen für die Bewerberinnen häufig die einige Chance, doch noch den gewünschten Beruf erlernen zu können.

Kostenintensive Ausbildung?

Dies ändert sich nun, da das zuständige Ministerium trotz der Flaute auf dem Ausbildungsmarkt "kein Interesse daran hat, weiterhin an der kostenintensiven vollzeitschulischen Ausbildung festzuhalten." Bei den vermeintlichen "kostenintensiven Aufwendungen" handelt es sich nach Recherchen unserer Zeitung um eine Summe in Höhe von 3751 Euro, die jährlich pro Schüler vom Kultusministerium aufgebracht wird. Bei rund 900 Schülern pro Jahr, je 450 im ersten und 450 im zweiten Ausbildungsjahr, würde der Schuletat um knapp 350.000 Euro pro Jahr entlastet werden. "Bei einer Vermittlungsquote von über 80 Prozent ist dies für uns nicht nachvollziehbar", so Roswitha Schob, Schulleiterin der seit sechs Jahren etablierten Berufsfachschule für Kosmetik des Fördervereins être belle e.V. in Dresden. Zur Zeit werden hier 74 Schüler in drei Klassen ausgebildet. Nach dem Auslaufen der Übergangsregelung, deren Verlängerung alle betroffenen Einrichtungen sowie der Verband Deutscher Privatschulen, Landesverband Sachsen-Thüringen e.V. (VDP) fordern, soll es diese Ausbildung an der staatlich anerkannten Ersatzschule nicht mehr geben. An deren Stelle tritt dann ausschließlich die duale Ausbildung mit einem Kosmetikstudio als Ausbildungsbetrieb und der Berufsschule als Theorie-Vermittler. Da ist es für die engagierte Unternehmerin wenig tröstlich, zu wissen, dass bereits eine zweijährige Berufsfachschulausbildung zur Europa-Kosmetikerin im Gespräch ist und von diesem Problem sämtliche sächsischen Berufsfachschulen für Kosmetik betroffen sind. Die Dresdner Schule muss im Sinne ihrer 13 Dozenten schnell reagieren. "Wir werden uns verstärkt als Ergänzungsschule für Kosmetik, Wellness und Schönheitspflege profilieren und berufsbegleitend für Kosmetik und Fußpflege Fachlehrgänge wie die Make Up-Stylisten und Visagisten mit Zertifikat anbieten", so die engagierte Schulleiterin. Ähnlich sieht dies auch Roswitha Czys, Regionalleiterin der IWB Staatlich anerkannten Berufsfachschule für Kosmetik, Vogtland. Zur Zeit gibt es am Plauener Standort zwei Klassen mit jeweils 20 Schülern. Ähnlich wie bei ihrer Dresdner Berufskollegin liegen auch hier bereits wieder über 70 Anmeldungen für das kommende Schuljahr vor, die aber "auf Grund der ungeklärten Situation nicht beantwortet werden können." Den Hinweis der Ministerialbürokratie auf das duale System hält sie für "schlicht daneben" und verweist auf eine diesbezügliche Initiative der Handwerkskammer Südwestsachsen. So sollte es am 11. Mai in Plauen auf Einladung der Kammer eine Zusammenkunft ausbildungswilliger Kosmetikunternehmen geben. Eingeladen waren nach Informationen unserer Zeitung immerhin rund 400 Betriebe.

Lernt das Ministerium um?

Gekommen waren davon lediglich zwei und die wiederum sahen sich angesichts der aktuellen Wirtschaftslage außerstande, Ausbildungsplätze anzubieten. Nun hofft die Branche unter Leitung des VDP auf einen Erkenntnisprozess im zuständigen Ministerium. "Wir stehen im ständigen Kontakt mit den zuständigen Mitarbeitern im Kultusministerium", so VDP Geschäftsführerin Manja Bürger. Ihrer Meinung nach kann sich die Landespolitik nicht der dramatischen Situation auf dem Arbeitsmarkt verschließen. Gerade vor dem Hintergrund des viel beschworenen demografischen Faktors sollte "eine Möglichkeit eröffnet werden, dass auch weiterhin junge Sachsen eine Chance bekommen, eine grundsolide Ausbildung im Heimatland zu erhalten. Wir werden weiterhin darum kämpfen, dass, wenn alle Stricke reißen, zumindest die Chance besteht, eine Anerkennung als staatlich anerkannte Ergänzungsschule zu erhalten, da dies eine Voraussetzung dafür ist, BAföG zu beantragen", so Frau Bürger abschließend. Mit Hilfe von BAföG wären interessierte Jugendliche weiterhin in der Lage, das erforderliche Schulgeld für ihre Ausbildung aufzubringen. Stephan Trutschler

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